Europa
Luxemburgs EU-Ratspräsidentschaft 2026: Kapitalmarktunion ganz oben auf der Agenda
Aussenminister Xavier Bettel umriss in Brüssel das Sechs-Monats-Programm und nannte Verteidigungsfinanzierung sowie eine längst überfällige Verbriefungs-Wiederbelebung als Vorzeigedossiers.

Die sechsmonatige Ratspräsidentschaft Luxemburgs, die am 1. Juli 2026 beginnt, wird rund um eine neu aufgelegte Kapitalmarktunion organisiert — ein Dossier, das das Grossherzogtum seit über einem Jahrzehnt vorantreibt —, sagte Aussen- und Europaminister Xavier Bettel am Dienstag im Brüsseler Egmont-Palais vor Publikum.
Drei prioritäre Arbeitsstränge laufen parallel: eine Verbriefungs-Regelwerksreform, die die seit 2008 eingebrochenen Emissionsvolumen wiederbeleben soll; eine bei der Europäischen Investitionsbank — ebenfalls in Luxemburg ansässig — verankerte „Verteidigungsfinanzierungsfazilität"; und ein einheitliches Aufsichtsregelwerk für die nichtbankliche Finanzintermediation. Das Präsidentschaftsprogramm unterstützt zudem ausdrücklich raschere Beitrittsverhandlungen mit Albanien und Nordmazedonien.
Häufig gefragt
- Wann hat Luxemburg 2026 die EU-Ratspräsidentschaft inne?
- Luxemburg übernimmt den rotierenden Vorsitz im Rat der Europäischen Union für sechs Monate, vom 1. Juli 2026 bis zum 31. Dezember 2026.
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