Fonds
AML in der Fondsdistribution: CSSF beanstandet drei Viertel der Stichprobe
Die am Mittwoch veröffentlichten Befunde der Aufsicht setzen die ManCos unter Druck, ihre Kontrollen zur Mittelherkunft vor dem SREP-Zyklus 2026 zu überarbeiten.

Die Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) hat am Mittwoch eine 18-monatige Themenprüfung zu Geldwäschekontrollen in der luxemburgischen Fondsdistributionskette abgeschlossen und in 73 % der 84 Verwaltungsgesellschaften der Aufsichtsstichprobe materielle Schwächen festgestellt.
Der Kernbefund: Während sich das Investorenscreening beim Onboarding seit der Prüfung 2021 deutlich verbessert hat, bleiben die laufende Überwachung und die Mittelherkunftsprüfung „lückenhaft und prozedural unterausgestattet", so die Aufsicht. 61 der 84 ManCos erhielten Aufsichtsschreiben, und die CSSF teilte mit, gegen eine nicht namentlich genannte Untergruppe Vollstreckungsverfahren eröffnet zu haben.
Wo die Lücken liegen
Drei strukturelle Schwächen kehren wieder: Verlass auf AML-Akten von Intermediären ohne vertragliche Zugriffsrechte; uneinheitliche Behandlung von Nominee-Strukturen mit Ursprung in Jurisdiktionen auf der EU-Grauliste; und schwache Sekundärkontrollen bei kumulativen Zeichnungsschwellen.
Was ManCos als Nächstes erwartet
Der SREP-Zyklus 2026 gibt CSSF-Prüfern Zugriff auf dieselben Unterlagen unter strengerem Bewertungsraster. Industriebezogene Beraterinnen und Berater bei Arendt & Medernach erwarten gegenüber Étude für 2026 mindestens ein Dutzend ManCos, die mit abschreckenden Finanzsanktionen rechnen müssen — gegenüber drei im Jahr 2024.
Häufig gefragt
- Was ist die CSSF?
- Die Commission de Surveillance du Secteur Financier — Luxemburgs zentrale Finanzaufsicht für Banken, Investmentfonds und Verwaltungsgesellschaften im Grossherzogtum.
- Wie viele ManCos sind bei der CSSF-AML-Prüfung 2025 durchgefallen?
- 61 der 84 Verwaltungsgesellschaften in der Aufsichtsstichprobe erhielten Aufsichtsschreiben mit Hinweis auf materielle Schwächen bei den AML-Kontrollen.
Quellen
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